Change Agents im strukturellen Dilemma: Eine by Nikolaus Schröck

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  • April 2, 2017
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By Nikolaus Schröck

Angesichts der Herausforderungen gesellschaftlichen Wandels sind Bildungs- stitutionen aufgefordert, unter Mobilisierung organisationseigener Ressourcen Schulentwicklung zu betreiben. Nicht nur die Schulleitung, sondern auch schu- sche Steuergruppen mussen schulische Veranderungsmassnahmen einleiten, durchfuhren und evaluieren. Die unter Heranziehung vielfaltiger Theorienho- zonte entwickelte Programmatik der Schulentwicklung unterstreicht die hohe Bedeutung der switch brokers im schulischen Qualitatsentwicklungsprozess. Die vorgelegte Studie von Herrn Dr. phil. Nikolaus Schrock unternimmt die t- oretische Verortung des Steuergruppenkonzeptes sowie die empirische Unter- chung der Orientierungen von Steuergruppenmitgliedern. Die Erschliessung th- retischer und empirischer Perspektiven auf switch brokers basiert auf grundlicher Forschungsarbeit, die die Schulentwicklungsforschung durch das Aufmachen begrundeter Perspektiven fur weitere Innovationen einen entscheidenden Schritt voranbringt. Der Verfasser entfaltet gesellschaftliche und bildungspolitische Begr- dungszusammenhange, die auf die Notwendigkeit schulischen Wandels weisen. Die systematische Qualitatsentwicklung der Einzelschule impliziert eine mik- politische Sicht auf Bildungsinstitutionen, die sich als lernende Einrichtungen auf der foundation eigener Ressourcen weiterentwickeln sollen. Im Sinne einer gete- ten Fuhrungsverantwortung sind nicht nur Schulleitungen, sondern auch das mittlere administration aufgefordert, schulischen Wandel zu gestalten. In der de- schen Schulberatung gilt die Einrichtung von Steuergruppen als probates Mittel einer Gestaltung lernender Schulen. Die Aufgaben der Steuergruppen sind ok- plex und uberlappen sich mit Tatigkeitsfeldern der Schulleitung. Die Schulbe- tungsliteratur ist breit angelegt, doch liegen nur wenige Forschungsergebnisse zu Modellen einer shared management vor. Vor allem der Steuergruppenansatz ist - zulanglich erforscht. Evaluationsforschung weist jedoch bereits auf Spannun- felder geteilter Fuhrungsverantwortung. Theorieofferten, die heterogenen Th- riehorizonten entstammen, implizieren strukturelle Ungereimtheiten, die fur switch brokers schwierige Ausgangsbedingungen bedeute

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1-124 1-2 3-10 10-25 Eingangssequenz Eingangsfrage: Die Frage nach dem, „was so alles passiert ist“, initiiert grundlegend eine Erzählung. Proposition von Dw mit validierender Elaboration durch Cw und Dw Dw schlägt durch eine rhetorische Frage vor, den Beginn zu rekonstruieren. Cw nennt den Zeitpunkt (vor sieben Jahren) und verstärkt diese Angabe durch den Hinweis auf eine Zusammenstellung, die mit dem Chef erarbeitet wurde. Sie nennt aber nicht nur den Zeitpunkt, sondern auch ein Ereignis, das Seminar, mit dem es begann, und verweist noch einmal auf den Chef, „als er begonnen hat“, der dies initiierte.

Lamnek 1995, S. 22; Strauss/Corbin 1996, S. 8). Eine dritte allen qualitativen Ansätzen gemeinsame Eigenschaft ist die bewusste Wahrnehmung und Einbeziehung des Forschers/der Forscherin und der Kommunikation mit den Erforschten als konstitutives Element des Erkenntnisprozesses. Die Interaktion des Forschers/der Forscherin mit seinen/ihren Forschungsgegenständen wird systematisch als Moment der Herstellung des Gegenstandes selbst mit reflektiert (Flick 1995, S. 41). Das vierte gemeinsame Merkmal qualitativer Forschungsansätze ist die Orientierung am Verstehen als Erkenntnisprinzip.

Der explizite Bezug der Lehrer(innen) auf den Schulentwicklungsdiskurs sein. Der methodische Zugang zum kommunikativen Wissen bereitet keine Schwierigkeiten, da es leicht abgefragt werden kann. So können beispielsweise Lehrkräfte relativ leicht Merkmale einer ‚guten Schule’ benennen. Schwieriger dagegen ist es, einen empirischen Zugang zu dem in ihrer jeweiligen Handlungspraxis verankerten Erfahrungswissen der Lehrkräfte zu erhalten. Dies ist durch dezidiertes ‚Abfragen’ kaum möglich, da es sich um implizite Orientierungen handelt, die den Proband(inn)en als Habitus nicht unbedingt reflexiv zugänglich sind, aber das Denken, das Welt- und Selbstbild und das praktische Handlungswissen der Proband(inn)en bestimmen.

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