Alle Macht den Banken?: Zur Struktur personaler Netzwerke by Karoline Krenn

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  • April 2, 2017
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By Karoline Krenn

Unternehmensnetzwerke sind neben Märkten und betrieblichen Hierarchien eine weitere shape wirtschaftlicher business enterprise. Die Studie zeichnet die Verflechtungen deutscher Großunternehmen durch gemeinsame Aufsichtsräte am Beginn des 20. Jahrhunderts nach und dokumentiert am empirischen fabric den Formationsprozess der Deutschland AG. Im Zentrum der examine stehen die Banken, aus deren Präsenz in Industrieaufsichtsräten lange auf eine einseitige Unternehmenskontrolle geschlossen wurde. Die Daten lassen eine Bestätigung dieses Befundes allerdings nicht zu, sondern zeigen vielmehr, dass die Besonderheit des Netzwerkes entgegen eines evolutionären tendencies des sozialen Wandels zur funktionalen Ausdifferenzierung gerade in seiner funktionalen Unspezifität liegt.

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32 Der evolutionäre Ansatz von Campbell (vgl. Campbell 1965) und dessen Weiterführung durch Aldrich und Kenworthy (vgl. Aldrich/Kenworthy 1999) zeigen der Ansicht der Autorin nach, dass diese durchaus mit Pfadabhängigkeitsansätzen – zumindest bezüglich der Evolution von Organisationsstrukturen – zu vereinbaren sind. Selektiert wird nach der bestmöglichen Anpassung an Umweltbedingungen. Positiv selektierte Variationen werden gleichsam durch konservierende Mechanismen solange stabilisiert bis der nächste Differenzierungsprozess einsetzt (vgl.

Manager schaffen durch dieses System der Unternehmenskontrolle augenscheinlich Netzwerkstrukturen. Dass Unternehmer als schöpferische Zerstörer nach Schumpeter’scher Lehre den „Automatismus eines ausbalancierten Kreislaufs“ durchbrechen und radikale Veränderungen vorantreiben, gehört zu ihrer Aufgabe (vgl. Schumpeter 1997 [1911]: 112). Das Erkennen und Durchsetzen neuer Möglichkeiten findet hierin nun einen ganz besonderen Ausdruck (vgl. Schumpeter 1928). Manager werden, so scheint es, zu „Schöpfern“ einer innovativen Organisationsform wirtschaftlicher Transaktionen.

Diese Rolle nehmen aber weniger private Kleinaktionäre als vielmehr Unternehmen und Banken ein. „Fremde“ Kapitalbeteiligungen sind dabei tendenziell konzentriert und führen zu Kapitalverflechtungen (vgl. Jackson 2001). Anstelle eines Managerkapitalismus spricht man zur Charakterisierung dieses Typus’ später auch vom „institutionellen Kapitalismus“ (vgl. Rappaport 1990). Eine Ursache für die niedrige Streuung von Unternehmenseigentum in Deutschland ist eine hohe Risikoaversität der Kleinanleger.

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